Und kaum komme ich in die Naehe, kommen die SMS angeflogen. Schoen, wenn man nach drei Tagen im Nichts an die Existenz anderer Menschen erinnert wird. Jedenfalls schreibt mir jemand und bittet mich, die "Alco-Aborgis" zu gruessen. Herrlich geschmacklos und lustig, denke ich mir.
Fuenf Minuten spaeter halte ich an der Hauptstrasse, steige aus und werde im selben Moment Zeuge, wie sich zwei betrunkene Aborigines streiten. Sie laesst ihre Tasche fallen und will weg gehen, er laeuft hinterher und zieht sie an ihren Haaren zurueck. Im Park nebenan sitzt eine Gruppe selbiger, beobachtet und feuert an. Alle schreien und fluchen. Irre.
Und das setzt sich den ganzen Abend fort. Abends treffe ich eine Gruppe friedlicher Artgenossen bei den Katherine Hot Springs und komme mit Desmond ins Gespraech - obwohl ich leider kein Gras anbieten kann. Er muss ueberlegen, kann sich dann aber erinnern, dass er zwei Brueder und zwei Schwestern hat. Eine Woche im Jahr verbringt er mit seinen Freunden im Busch, isst Krokodile und Kaenguruhs, singt und erzaehlt Geschichten. Den Rest der Zeit wohnen sie in Katherine.
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