Freitag, 3. April 2009

Benjamin (Sinful) vs. God (Holy)

Angefangen hat's in Cairns. Kommt so'n runtergekommener Typ auf mich zu und fragt, wie's mir geht. Au fein, das wird bestimmt prima. Gut. Ja. Germany. Ja, ist schoen da.

Und dann fragt er, ob ich das hier nicht mal lesen moechte. Nicht, das ich Drogen naehme, der Text waere mehr so generell gemeint. Klar, ich hab' ja Zeit. Er wohnt naemlich in einer christlichen Kommune hier in Cairns und versucht, anderen Menschen den wahren Weg aufzuzeigen.

Danke.





Ein paar Tage spaeter laufe ich gerade in Hughenden zur Bibliothek, da quatscht mich wieder einer an. Ob ich dieses Heftchen nicht mal lesen wollen wuerde. Klar, hab' ja Zeit. Er haette auch schon versucht, es mir vor einer Viertelstunde an der oeffentlichen Toilette zu ueberreichen, weil er mein Auto da stehen sah. Aber ich waere nicht da gewesen. Aha. Dann geht er weiter und predigt laut von der Verkehrsinsel - nur dass da absolut NIEMAND ist. Es ist Mittag, irre heiss und der Staub fegt durch die Strasse.



Herrlich. Wusste gar nicht, wie einfach es sein kann.

Und gestern Abend liege ich entspannt und alleine in den Hot Springs in Katherine, da kommt ein echt abgefuckter Typ ins Wasser und guckt mich immer komisch an. Dachte erst, er haette was Anderes im Sinn, aber dann kommts Dicke: ein engagierter, wohlstrukturierter Vortrag ueber Jesus. Stichwortartig wiedergegeben: Jesus, Prophezeihung, Taifun in Asien, Babylon, einzig wahre Sprache, 50er Jahre, Musik, Atombombe, Technologie, Byron Bay, Gott. Nur, dass es *ueberhaupt keinen* erkennbaren Zusammenhang zwischen diesen Stichworten zu erkennen gibt.

Excuse me matey, that's a wee bit too much for me tonight.

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