Somit sind wir gegen Mittag mit Wasser, Brot und Wechselklamotten 5km zum Berg gefahren. Leider habe ich vergessen, wie er heisst, aber das ist ja auch gar nicht so wichtig. Der Aufstieg war ganzschoen anstrengend. Man geht naemlich immer nach oben.
Erst war ich nicht so richtig ueberzeugt, weil man noch nicht so richtig viel sehen konnte. Nur Schafe, Schafkacke und Blumen.
Als wir nach guten drei Stunden ENDLICH oben angekommen waren, wurde mir aber schlagartig bewusst, dass ich alles richtig gemacht hatte. Wenn man klettert, guckt man eigentlich immer nur den Berg an und sieht nicht viel. Und dann das:
Es waren uebrigens 1630 Hoehenmeter in 3 Stunden und 9 Minuten. Also 189 Minuten, macht 11340 Sekunden, macht 0.14 Hoehenmeter/s. Da ich so ungefaehr 68kg wiege, sind das E = m*g*h = 68*9.81*0.14m/s = 96 Joule/s. Gaube ich. Da eine Joule eine Wattsekunde ist, muesste ich 3 Stunden lang runde 100 Watt geleistet haben.
Oben wars ziemlich fies windig und somit richtig kalt. Da am hoechsten Punkt ein Sendemast aus Holz mit Treppen-Naegeln drin aufgebaut war, erinnerte Lesley sich an die Geschichte, wie sie als sechsjaehrige auf so einen Mast kletterte, abrutschte und mit ihrer Kapuze am Nagel haengen blieb. Ihre Schweter musste Papa holen, der dann eben jene Schwester verantwortlich machte. Sie hatte ja nicht aufgepasst. Praktisch.
Jedenfalls sind wir nur kurz oben geblieben und haben lieber auf dem halben Abstieg Pause gemacht und Sachen aufgegessen. Vorher sind wir aber noch einem Typen begegnet, der raufgejoggt ist (wie auch Lesley ein paar Tage vorher). Wir kamen ins Quatschen, weil er ein Foto von sich haben wollte. Ein sehr netter Mensch, der uebrigens Rugby spielt.
Der Abstieg war noch viel anstrengender. Kann ich nicht so richtig erklaeren, aber es zieht bei jedem Schritt an ganz anderen Muskeln als beim Aufstieg. Dafuer kann man die ganze Zeit die Welt ansehen.
Anschliessend sind wir nach hause gefahren. Wenige jiffies, nachdem wir im Zimmer waren, bin ich in allen Klamotten auf meinem Bett eingeschlafen. Ich wachte nur kurz auf, als die Hotelchefin Caroline kurz ihren Kopf reinsteckte und mit Lesley sprach:
C: Oh, what happened to your mate?
L: He crashed :)
C: Haha, you should take a picture!
Dann bin ich um 11 nochmal kurz aufgewacht, habe Nudeln gegessen, ein Bier getrunken und weiter geschlafen.
hey mate ich hab dir doch davon erzählt dass exzentrische (nachgebende) Muselarbeit schwerer und somit anstrengender ist. vielleicht glaubst du mir jetzt nach deinem bergabstieg...also du hast beim berganstieg die extensoren (konzentrisch) beansprucht und beim abstieg die flexoren (exzentrisch) ich könnte dir jetzt auch nochmal meine wage theorie nennen warum dies so ist, aber ich glaub das google ich nochmal. du brauchst ja immer beweise:-) aber den praktischen beweis hast ja jetzt am eigenen körper erfahren:-) wahrs. hast die extremere variante davon gebraucht, hab dir das nämlich auch versucht praktisch zu vermitteln (PNF in der ferienwohung auf dem wohnzimmerboden, für alle die das jetzt lesen bitte nicht falsch verstehen, is ne kräftigungstechnik der physiotherapeuten:-)
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