Sonntag, 4. Januar 2009

Queenstown

Heute morgen sah mich Caroline und sagte "Hey Mate, nice to see you movin'!". Dann lachte sie. "She's a tough guide, ey?". Ja, ist sie.

Lesley fliegt heute um 1700 wieder nach Auckland, muss also kurz nach 1600 am Flughafen in Queenstown sein. Also sind wir zusammen zwischen 1000 und 1100 mit dem Bus von Wanaka nach Queenstown gefahren, um uns dann noch letzteres anzusehen. Queenstown ist eigentlich wie jede andere kleine Stadt auch, nur dass richtig viele Touristen rumlaufen und so viele Bungee-Plakate aushaengen, dass es nervt. Irgendwie fuehlte ich mich staendig so, als wuerde ich gerade was verpassen.

Nur, weil ich gerade nicht aus einem Flugzeug oder von einer Bruecke springe. So ein Bloedsinn.



Reisen mit Lesley macht Spass, weil sie immer froehlich, freundlich und zappelig ist. Spongebob eben. Sie ist ausserdem extrem unkompliziert und kennt sich in der Gegend sehr gut aus. Reisen mit Lesley ist aber auch ein bischen anstrengend, weil sie recht laut und viel spricht. Auch Spongebob. Insofern passte es ganz gut, dass wir uns Queenstown noch ein paar Stunden zusammen angesehen haben und sie dann wegflog.

Vorher haben wir allerdings noch eine Pizza gegessen und gingen dann am Hafen Kaffee trinken. Und dann riefen noch Annina, Nele und Guido an - man hatte getrunken :) Wir sprachen eine gute halbe Stunde am Telefon, waehrend Lesley fasziniert der deutschen Sprache folgte. Sie kann zwar ein paar Sachen sagen ("Wie haizen Zie?", "Wieviel kosten es?", "DAS GEHT SIE GARNICHT AN!!"), verstand aber nicht wirklich was.



Nachdem sie weg war, habe ich mich an den Hafen gesetzt und gelesen.





Abends gings dann ab ins Hostel, denn mein Flug geht erst morgen Mittag. Das 8er Zimmer war voll und unglaublich unordentlich. Wie mein Zimmer, als ich 12 war. Eklig. Wie sich herausstellte, waren die anderen 7 so um die 20 Jahre alt, angetrunken und heiter.

Da ich noch nicht schlafen wollte und gefragt wurde, bin ich noch mit in ein paar Pubs gegangen. Da habe ich mich mit Laerke aus Daenemark unterhalten. Ich glaube, man schreibt ihren Namen mit dem lustigen daenischen a mit dem / durch die Mitte. Ist aber auch egal, denn Laerke war sehr nervig. Sie war 21 und im zweiten Semester Psychologie unterwegs. So dauerte es nur wenige Minuten, bis sie mich nur aufgrund der Tatsache, dass ich (gerne) allein reise in saemtliche Schubladen gesteckt hatte.

Trotzdem betrachtete sie es als opportun, sich an der Bar an mir zu reiben. Man kann naemlich fuer gute 20$ eine Teekanne mit irgendeinem Schnaps drin bestellen. Sie trinkt naemlich kein Bier, und das ist doch wirklich mal was Besonderes!!1!

Yeah, right. Shut up, bitch.

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