In Taupo war ich schonmal alleine nachdem ich Lesley getroffen habe und bevor ich ueber die Desert Road bis zum Sanitaeter gefahren bin.

Wie sich herausstellte, fahren zwar Busse von Taupo bis zum Anfang des Wanderweges, aber die sind teuer und man kann auch selber hinfahren. Somit sind wir nach einer halbstuendigen Pause am schoenen See in Taupo weiter bis Whakapapa im National Park gefahren und haben dort auf einem Parkplatz geschlafen.

Marie wollte heute nicht mitkommen, weil sie noch erkaeltet war und die Wanderung ungefaehr 8 Stunden dauert. Um 7 bin ich aufgestanden, um 8 kam der Bus, der mich zum Start brachte.

Ich koennte jetzt viel ueber tolle Aussichten, steile Haenge, malerische Bergseen etc. schreiben, aber das bringt ja eh nichts. Also, es war seeehr huebsch und kommt natuerlich auf Fotos ueberhaupt nicht raus.
Man laeuft von einem Parkplatz los bis zu einer Huette. Dann gehts weiter recht steil (the devil's staircase) auf die Vulkankrater. Da ist es einfach flach. Weiter ueber andere Krater, dann geht es runter zu Bergseen. Weiter durch grosse Felder und runter zu einer weiteren Huette. Dann nochmal 2 Stunden durch den Urwald zum Parkplatz und von dort mit dem Bus zurueck nach Whakapapa.


Aeh, soll ich den Ring jetzt hier reinschmeissen, oder wie?


Es war den ganzen Tag schon ziemlich windig, aber erst war das Wetter insgesamt ganz schoen, weil die Sonne schien. Ab der Haelfte fing es bei den Bergseen aber an zu regnen. Erst wenig, dann mehr. Und dann richtig. Ich hatte zwar eine passende Jacke, aber nur eine Turnhose und eine lange Jeans. Da die Jeans sich schon im Rucksack mit Wasser vollgesogen hatte, brauchte ich die gar nicht erst anzuziehen. Ich zog aber meine maessig wasserdichte Innenjacke ueber meine Turnhose und legte einen Schritt zu.
Bei der Huette 2h vor Ende machte ich eine kurze Pause zum Marmeladenbrotessen. Alle standen drinnen oder unterm Vordach und hatten dicke Wanderstiefel, wasserdichte Hosen und Windbreaker an. Ich war der einzige mit kurzen Hosen. Dann kam aber ein Japaner, der war noch deutlich weggetretener als ich: der trug allen Ernstes ein kariertes Hemd mit T-Shirt drunter. Und dann Stoffhosen mit Turnschuhen. Der war natuerlich komplett nass und kann den Tag eigentlich nicht ueberlebt haben. Aber er hatte ein Muetze auf. Weils so sehr geregnet hat, habe ich leider kein Foto von ihm.

Als ich zurueck kam, schlief Marie immernoch im Bus. Bis auf einen kurzen Spaziergang war sie wegen des Regens den ganzen Tag im Auto geblieben. Aber sie hatte einen Campingplatz ausgespaeht, auf dem wir uns dann verbotenerweise in die Duschen geschlichen haben. Fein.
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