Donnerstag, 18. Dezember 2008

Raeuber Hotzenplotz, Gary und Luke

Heute sind wir mit einer kleinen Faehre von Okiato nach Opua uebergesetzt.



Waehrend der Fahrt quatschte ich mit der Schaffnerin und Marie wurde von zwei Typen in einem Pickup angequatscht. Die haben sie zu sich gewunken und ihr ein Bier ausgegeben.



Marie stellte mich den beiden vor, als ich zum Auto zurueckkam:

This is Benni.

Haha, danke Marie :) Brian ist ziwschen 50 und 60, Australischer Handwerker und wegen eines Auftrags in Auckland. Sein Kumpel auf dem Beifahrersitz ist Maori und dick; beide tranken Bier. Leider habe ich kein Foto gemacht.

Jedenfalls sollten wir beide bei ihnen vorbeikommen. Sie haben ein Haus in Pahia, 5km noerdlich. Da koennten wir was tolles essen und "have a really great shower". Die Faehre legte an und wir sollten ihnen folgen. Ich stieg ins Auto und fragte Marie, was sie denn denkt. Was ich denn meinte, fragte sie. Ich hatte ein ganz, ganz schlechtes Gefuehl bei den beiden. Und dann dauerte es nicht lange, bis Marie hippelig wurde und den beiden auch nicht laenger hinterherfahren wollte. Also liess ich erst ein paar Autos zwischen uns rutschen und bog dann ab. Ich bin ja normalerweise nicht der erste, dem in einer Situation die Alarmglocke angeht, aber die beiden waren ganz deutlich nicht von Gastfreundschaft getrieben. Schade fuer Marie, wars doch ihre erste Begegnung mit Einheimischen.

Anscheinend muss man als bzw. mit Frau besser aufpassen als ohne.

Stattdessen entschlossen wir uns, Pahia anzusehen. Ich schloss in einem Hostel eine Autoversicherung ab; Gilt fuer die naechsten 3 Monate, 500$ Selbstbehalt, der Daene darf auch fahren. Dann wollten wir im Meer baden gehen, Marie hat aber gekniffen weils zu kalt war. Das wird aber noch :)







Abends sind wir in Taipa angekommen und haben ziemlich dicht am Strand gehalten. Zwanzig Meter weiter fuhr ein Jugendlicher sein bloody motorbike ueber den Strand, sein Vater beobachtete das laute Zweitaktgeschehen aus der Entfernung. Ich fragte den Vater ob es in Ordnung waere, hier zu uebernachten. Klar, sagte er. Er wohnt aber gleich in dem Haus hier (20 Meter entfernt) und wir sollten in seinem Garten parken, denn in den letzten 11 Monaten sind naemlich 2 Urlauber an dem Strand ausgeraubt worden. Leider hat Marie das auch gehoert und war ab dann etwas unruhig.

Der Vater heisst Gary, der Sohn Luke. Wenn wir Dusche und Toilette braeuchten, sollten wir einfach reinkommen, "but its very basic". Schoen, danke! Ach, und es ist Ebbe. Wenn wir also Muscheln moegen, koennen wir da hinten am Felsen ein paar abnehmen und sie kochen. Wenn sie aufspringen, sind sie fertig. Leider wurde es dunkel und weder Marie noch ich konnten mit Muscheln was anfangen.





Als wir beim Abendessen sassen, lud er uns ein, doch einfach so auf ein Bier reinzukommen. Tuellich! Die naechsten Stunden erzaehlten mir die beiden, was sie so machen. Luke ist mit 15 aus der Schule geflogen, findet seine Arbeit als Mechaniker jetzt aber toll und ist einer der Besten seiner Ausbildungsklasse. In seiner Freizeit geht er jagen, Angeln und mit seinem neuen Motorrad Rennen fahren. Die meisten seiner Freunde haben zwar Quads, mit denen sie durch die Duenen heizen, aber Motorrad fahren macht mehr Spass. Good on ya, mate!



Gary hat das auch alles mal gemacht, aber jetzt findet er sich zu alt dafuer. Weil Luke sich so gut macht, hat er ihm 1000$ fuers Motorrad dazugegeben und jetzt Angst um seinen Sohn. Er schweisst die schweren Holzlaster wieder zusammen, wenn ein trotteliger Kranfuehrer 10 Tonnen Baumstaemme aus ein paar Meter Hoehe auf die Ladeflaeche fallen laesst.

Luke ging noch am Abend nach Hause, Gary musste um acht los. Er laesst die Tuer aber offen, damit wir duschen koennen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen