Wow!

Ich habe zum ersten Mal in NZ nicht in einem See, sondern im Pazifik gebadet. Kalt, aber schoen. Danach noch Duschen und schnell anziehen, weils echt frisch wurde. Ploetzlich kamen zwei Jugendliche die Boeschung herunter, einer von ihnen trat eher trottelig einen Sessel vor sich her, den sie weiter oben gefunden hatten. Gute Idee, dachte ich. Gluecklicherweise gingen sie wieder, sobald sie den Sessel genau richtig ausgerichtet hatten. Danke, Jungs!

Nachdem ich vor einem schoenen Sonnenuntergang einen Dreiviertelliter Milch mit fast einem halben Kilo Mueslie vertilgt hatte (hier), habe ich mein Zelt direkt neben dem Haus der Surf-Lebensretterheinis aufgebaut. Keine gute Idee, weil genau dort der Wind durchfegte. Und so tanzte mein Zelt die ganze Nacht und ich habe nicht geschlafen, weil alle Zeltwaende im Sekundentakt ihre Lage gewechselt haben. Flapp. FlappFlapp. Flapp. Ach, und dann ist noch der Rest der Milch ausgelaufen, als ich die Flasche als Kopfkissen benutzen wollte.

Am naechsten Morgen gruesste mich ein schuechternes "Hello?". Ich steckte meinen Kopf aus dem Zelt und eine huebsche junge Dame im Lifeguard-Dress-sponsored-by-DHL (Amy, wie sich spaeter herausstellte) fragte mich, ob ich nicht bei Ihnen duschen wollen wuerde.
Gerne.

Amy ist 16 und wird in den Sommerferien als Lifeguard arbeiten. Deswegen ist sie Weihnachten nicht mir ihrer Familie zusammen, das ist aber nicht so schlimm. Waehrend sie jobbt, gibt es natuerlich jede Menge Surf-Wettkaempfe: man kniet auf dem Surfbrett und paddelt mit den Haenden, um eine Strecke abzufahren. Wer zuerst ankommt, gewinnt. Und wenn man eine Welle erwischt, darf man die natuerlich benutzen, um schneller voranzukommen. Amy, Deine Sorgen haette ich als 16jaehriger auch gerne gehabt.

Aber sie hat mich auch gefragt, ob ich nicht Bilder von Deutschland heutzutage auf meiner Kamera haette. Sie lernen naemlich viel ueber deutsche Geschichte in der Schule, aber das betrifft logischerweise eher das letzte Jahrhundert. Und heute wirds da doch bestimmt anders aussehen, oder?
Eigentlich waren sie und ihre drei Kollegen aber da, um einhundert Grundschuelern Sicheres Verhalten am Strand beizubringen. Und so bin ich zwar einsam und alleine eingeschlafen, aber zum Geschrei von hundert Kindern im Chor aufgewacht. Lustig. Nur Amy hatte Schnupfen, deswegen ist sie drinnen geblieben (und wollte eigentlich fernsehen), waehrend ihre Kollegen draussen die Kinder muede gemacht haben.


Und dann gings weiter.
Hallo Herzilein,
AntwortenLöschenPamela und Gregor sitzen am PC und lesen Deine Seite. Melde Dich doch einmal bei uns, wir freuen uns auf unsere Geschenke. Unser Gabentisch ist frei geräumt und wartet bestellt zu werden. Lg von P und G.