Freitag, 12. Dezember 2008

Angekommen!

Geschlafen habe ich heute Nacht ca. 20km vor Wellington auf der Wiese der Autobahnabfahrt, denn ich hatte keinen Bock mehr, mir einen schoenen Platz auszusuchen. So lag 50m links von mir ein 8-Mann-Friedhof mit kleinem weissen Zaun und rechts von mir, hmm, nichts.



Heute bin ich in Wellington angekommen. Die letzten paar Kilometer waren ziemlich laut, weil der Verkehr recht dicht war. Eigentlich, so ist mir heute bewusst geworden, bin ich die ganze Zeit auf der Autobahn Fahrrad gefahren.



Nur kurz hinter Auckland und kurz vor Wellington wird der Expressway zum Motorway, was Fahrradfahren ausschliesst. Und 15 Minuten vor Ankunft quatscht mich ein Fahrradfahrer an und erzaehlt mir, ich solle mir doch auch mal eine gelbe Warnwetse kaufen. Die hat hier naemlich jeder Fahrradfahrer, weil alle Angst haben, ueberfahren zu werden.

Jetzt bin ich in einem Hostel untergekommen und gucke mir Wellington bei Nacht an.



Hier passiert sogar was; meist sind es marodierende (was heisst das eigentlich?) Banden von Pubertierenden vor McDonalds, die innerhalb des Restaurants einen Mangel an Tischsitten erkennen lassen.



Die kleiden sich so irre, dass einem sofort bewusst wird, dass sie einfach nur auffallen wollen. Nett.

Am Sonntag habe ich erst in brennender Sonne am Hafen den Alchemisten gelesen.



Ein schoenes Maerchen. Danach habe ich mir die Stadt mit dem Fahrrad angesehen - am Sonntag sind selbst Hauptstrassen in Wellington fast Menschenleer. Echt schraeg, als einziger dort unterwegs zu sein.



Man sieht aber interessante Sachen, z.B. eine Strassenblockade von der niemand wusste, ob es Kunst oder Protest war.



Und dann durfte ich noch der Produktion eines Werbespots fuer das Neuseelaendische Pitstop beiwohnen.



Und jetzt habe ich gerade 5 Stunden in einem Internetcafe gesessen, um 2GB Fotos und Videos hochzuladen und den ganzen Schotter aufzuschreiben. Das ist echt viel Arbeit.

1 Kommentar:

  1. Lieber Benjamin,

    deine Postkarte ist toll und ich habe mich echt gefreut, aber für dein "Hühnergescharre" (Jung, wo warst du denn, als alle anderen den Füllerführerschein gemacht haben?) habe ich eine halbe Stunde zum entziffern gebraucht. Alle Achtung! So und dann habe ich dir in meinem Wortschätzschen noch die Erklärung für marodieren herausgesucht:
    Wort: marodieren
    Anzahl: 8
    Häufigkeitsklasse: 19 (d.h. der ist ca. 2^19 mal häufiger als das gesuchte Wort)
    Morphologie: marod|ier|en
    Grammatikangaben: Wortart: Verb
    Partizip II mit haben
    lautet nicht ab
    intransitiv

    Pragmatikangaben: etym: franz.
    Relationen zu anderen Wörtern:

    ist Synonym von: plündern, räubern. Bildung muss sein, auch auf einem Selbstfindungstripp. Mir wäre es ja immer noch lieber gewesen, wenn du die fremden Kulturen in Hamburgs Randgebieten erkundet hättest, aber augenscheinlich geht es dir ja gut.

    Ich wünsche dir ein erleuchtendes 2009 und freue mich auf dich und deine Plautze wenn ihr wieder im Lande seit.

    Liebe Grüße von der Tresenschlampe deines Lieblingsboxclubs!

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