Freitag, 21. November 2008

Big Island, Tag 3

Am letzten Tag wollten wir uns die Ostkueste der Insel ansehen. Die sollte naemlich im Vergleich zu groesstenteils Lava-schwarzen Westkueste sehr schoen sein.

Ist sie auch. Innerhalb der naechsten 60 Meilen sind wir andauernd ausgestiegen und haben Wasserfaelle, Buchten, botanische Gaerten und tolle Aussichten besucht. Kann man bloss nicht so toll beschreiben, und Fotos werden dem meist auch nicht gerecht. Gefruehstueckt haben wir allein neben einer Jesusfigur am Rande einer 70 Meter tiefen Schlucht mit Wasserfall, dicker Brandung und allem, was dazu gehoert. Sweet!



Anschliessend sind wir - this may be in violation of your rental car contract - von Hilo nach Waimea ueber Saddle Road gefahren.



Da wir es eh nicht mehr rechtzeitig zum Lava-gucken wie am ersten Abend schaffen wuerden, entschieden wir uns, dass Observatory auf dem Mauna Kea anzusehen. Das ist ein 4000m hoher Vulkan und der hoechste Punkt Hawai'is. Nach 6 Meilen haelt man an, um sich auf halber Strecke ueber aktuelle Gefahren auf dem Weg nach oben zu erkundigen.

Als wir ankamen, standen ca. 30 Soldaten um ein kleines Teleskop und einen Gruppenfuehrer in Zivil versammelt. Bei naeherer Betrachtung stellte sich heraus, dass es ziemlich hoch dekorierte Vertreter aus allen moeglichen Laendern waren.



Ich quatschte mit dem Deutschen, der mir erzaehlte, dass es sich um alle in Washington lebenden Militaerattaches der jeweiligen Staaten auf Entdeckungsreise handelte. Ganz netter Typ. Dann erklaerte der Gruppenfuehrer den anderen, dass man mit solchen Teleskopen niemals ungefiltert in die Sonne schauen sollte. Deren Teleskop haette aber einen solchen Filter und man duerfe gerne mal reinsehen, sobald sich die Sonne mal zeigt. Tat sie aber nicht.

Drinnen erinnerte ich mich an Thores Empfehlung und fragte den Chef, ob man bis ganz nach oben fahren koennte. "Well sure, but we strongly recommend that people only use four wheel drive-vehicles, use low gear and stop to let the brakes cool off once in a while. Its best to have a jeep with gear reduction, then you needn't brake at all. Also, if its a rental car, there's no insurance for this drive, but you probably know that, don't you? Oh, and your tank should be at least half full, because at these heights, due to the thin air and lack of oxygen, cars burn a lot more fuel. And there's currently roadwork, a colleague of mine is currently up there to smooth the road. We need to do that once in a while as the road isn't paved and the constant freezing cracks it open".

Inzwischen hatten sich auch Andreas und David dazugestellt. Wir standen da, in kurzen Hosen und Flipflops und guckten uns an. Ein paar Soldaten grinsten uns an und warteten, was wir wohl tun wuerden. Rauffahren, natuerlich, wir hatten ja noch andere Klamotten, wuerden vorsichtig fahren und der Tank war noch 3/4 voll.

Im Auto merkten wir dann, dass der Tank unerklaerlicherweise nur noch 1/4 voll war. Und kniffen. Auf dem Weg nach unten fuellte er sich wieder auf 1/3. Die Zeit wuerde aber nicht reichen, um in Waimea aufzutanken und zurueck zu fahren. Schade.

Saddle Road war auch deswegen verboten, weil die letzten 9 Meilen laut James nicht asphaltiert waren. Sie waren asphaltiert, aber die Strasse wurde immer buckeliger und enger. 10 Kilometer vor Ende kam ein so dicker Nebel auf, dass wir das Ende mit 15mph fahren mussten. Huiui, das war spannend.



Abends fanden wir ein offenes WLAN bei Subway, was uns einige Stunden beschaeftigte. Dann schliefen wir auf einem Kirchenparkplatz.

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