Montag, 22. Dezember 2008

Marie, Mareet und Cathedral Cove

Gestern sind wir in Whitianga angekommen und wollten eigentlich in Mareets Wohnung einziehen. Den Schluessel sollten wir bei Harcourts - einem lokalen Immobilienmakler - bei Dianne abholen. Die war aber am Sonntag nicht da, und auf ihrer Mobilnummer wollte ich nicht stoeren. Also haben wir noch eine Nacht im Bus an Strand gepennt und haben den Schluessel am naechsten Morgen abgeholt.

In einer email hat Mareet mich vor den vielen Ameisen und vor dem wohl inzwischen giftigen Eis im Tiefkuehlschrank gewarnt. Aber sonst duerfte ich so ziemlich alles aufessen, was ich dort finde. Leider habe ich die email erst am Donnerstag nach Verlassen der Wohnung gelesen. Sonst haette ich auch gewusst, dass wir die beiden Kanus in der Garage durchaus haetten benutzen duerfen. Schade.

Das Apartment steht allein neben einem grossen, schoenen Baum in der Buffalo Beach Road 88. Nur eine belebte Strasse liegt zwischen dem Haus und dem sehr schoenen Strand. Unten ist bloss die Garage, oben habe ich mir dann die Raeume mit Marie und mehreren Tausend Ameisen geteilt. Wobei, Marie hat lieber im Auto geschlafen. Obs an den Ameisen, an mir oder schlechtem Raumklima lag, habe ich nicht so richtig rausfinden koennen.





Hier werden wir also Weihnachten verbringen.

Da heute Maries Geburtstag ist, hatte sie uneingeschraenkte Befehlsgewalt bezueglich unserer Tagesaktivitaeten. Mittags waren wir erst im Internet, wo ihre Familie ihr ein Staendchen sang, dann fuhren wir ca. 50km suedlich zur Cathedral Cove.Das ist ein grosser Felsen am Strand, aus dem die Mitte rausgebrochen ist. Dumme Erklaerung, ich versuchs mal mit einem Bild:



Mehr gibts dabei eigentlich nicht zu sehen. Marie hat einen Steinhaufen gebaut, ich bin im arschkalten Wasser einmal um einen Felsen geschwommen und hab' mich dann unter einem Wasserfall gewaschen.







Anschliessend habe ich "Forever War" von Dexter Filkins zu Ende gelesen. Das Buch ist von einem "eingebettetet" Reporter der NYTimes geschrieben und erklaert recht eindrucksvoll, warum es im Iraq in den naechsten Jahrzehnten keine funktionierende Demokratie geben wird.



Auf dem Rueckweg hielt ich kurz an, um ein paar Fotos von einem Gelaender einer kleinen Bruecke zu machen. Sekunden spaeter bremste an einer Querstrasse 50m weiter ein Van. Die Fenster gingen runter und ca. 4 Jugendliche schrien "DON'T!!", "we DO love you!", "Let's talk!". Dann lachten sie und fuhren weiter.



Abends haben wir im Fireplace in Whitianga gegessen. Aus irgendeinem Grunde war Marie gelaunt, mich einzuladen, dabei hatte ich eigentlich gedacht, ich wuerde zahlen. Hah. Da die Kellnerin wohl ihren ersten Tag hatte und kaum Zutaten beschreiben oder erklaeren konnte, habe ich Nudeln mit Pilzen und Huhn aufgegessen. Marie wollte den ganzen Tag unbedingt etwas vom Grill essen, entschied sich dann konsequenterweise auch fuer einen Salat :)



Maries gute Miene zum boesen Salatteller



"Nein!! Orangensaft gehoert doch OHNE Eis!"

Abends um zehn brauchte ich dann mal meine Ruhe und habe vor "New World" - eine der groessten Supermarktketten - Zeitung gelesen. Die hatten naemlich noch Licht an, waehrend der Rest Whitiangas schon dunkel war.

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